eine weiße MZ RT125/3

Nach den nun insgesamt 4 Jahren in denen ich jedes Teil überarbeitet habe, konnte ich das Motorrad im Mai 2012 zulassen.

1. Der Gang zur DEKRA

Da das Motorrad stillgelegt war, musste ich natürlich erst einmal zur DEKRA für die Zulassung meiner Maschine. Ich haben meinen Kumpel angerufen und wir haben das gute Teil im Transporter zur Dekra gefahren. Ich hatte alles sorgfältig vorbereitet (geputzt und überprüft). Aber! Es bleibt dennoch immerr ein mulmiges Gefühl wie: wird Sie durchkommen?

Der Tag war regnerisch. Ich stellte mich auf mehrere Stunden Wartezeit ein ( die Dame bei der Terminvergabe eine Wohe zuvor sagte es könne 2-3 h dauern bis ich dran komme). Im Büro war eigentlich nichts los. Die "Empfangsdame" fragte mich was ich wolle. Ich sagte "Ich bringe wie vereinbahrt meine MZ RT 125/3 zur Zulassung". Die Dame rief ins Hinterzimmer: "Wer macht die RT?". 

"Ich!", kam es bestimmend aus dem Hinterzimmer. "Immer der Älteste!". Kurz darauf erschien ein drahtiger älterer Herr im Blaumann, grinste und fragte: "Wo ist Sie denn?". Ich deutete auf den Transporter und sagte "da drin".  "OK" sagte er "Sie können Sie vor das Tor bringen, aber ich möchte Sie hören".

Es begann zu regnen. Wir beförderten die Maschine aus dem Transporter, ich trat Sie an und fuhr 1-2 Runden im Hof bei Regen. Das war für mich auch ein tolles Gefühl, da ich meine RT ja nur im Hof angelassen habe und noch nie so "richtig" gefahren bin. Nach  2 Runden stellte ich die RT vor das verschlossene Tor. Es regnet immer noch!

Plötzlich! Das Tor geht auf. Der Herr im Blaumann ruft: "Schnell bringen Sie die Maschine rein, es regnet doch!". Ich schob die RT in die Halle. Da stand Sie nun.

Unschuldig in weiß. Zu dieser Zeit waren auf einmal mehrere DREKRA Männer in der Halle. Alle kamen und bestaunten die RT. Ein Kunde der DEKRA sagte: "Die gab es doch gar nicht in weiß!", worauf ich einfach sagte: "doch für den Export".

Die Überprüfung ging ca. eine halbe Stunde. Wobei alles genau untersucht wurde. Nach vieler Fachsimplerei bekam ich meinen Schein und war überglücklich.

2. Die Zulassung

Ich bin am selben Tag (Ich war so stolz, dass die RT von der DEKRA zugelassen wurde) zur Zulassungstelle und habe mir nach ca. 1 h die neuen Papiere für meine RT geholt.
 

3. Die 1. Fahrt

Mai. Kalt! Na und! Ich wollte einfach fahren. Auf zur Tankstelle Öl und Sprit holen. Wie war das nochmal mit dem Mischen? Ich habe für die 1. Fahrt eine Mischung 1:25 genommen. Zweimal getreten und: ringding ding ...... geil. Helm (natürlich einen Oldtimer) auf und los gehts.

Die ersten Kilometer fahre ich behutsam. der Motor ist neu (alles überholt)  und es braucht seine Zeit.

Ein tolles Gefühl nach 4 Jahren auf einer Maschine zu sitzen die man allein aufgebaut hat (OK: den Motor hat ein Fachmann  [danke an Herrn Berner in Guttau] mit ordentlichen Werkzeug gemacht).

4. meine weiteren Fahrten

Also ich habe jetzt (Juni 2012) schon fast 1500 km runter und muss sagen: Ich bin begeistert. Meine nächsten Ziele sind schon ausgewählt. Meine längste Strecke war bisher 140km (aber da tut auch schon langsam der Ar... weh). Dennoch plane ich weitere größere Touren. Nächstes Ziel: Oderberg! ca 300 km von Bautzen entfernt.

 

Hier noch  Bilder vom Vatertag 2012 (7 Grad kalt) und von einer Ausfahrt.